Sieg 2012

 

Eine ganze Reihe von Premieren im Programm der ASpoNaten gab es an Pfingsten 2012. Zum einen wurde erstmals die Sieg in der ersten Tagestour der nun 13 jährigen ASpoNa-Geschichte befahren. Des Weiteren konnte eine ganze Reihe neuer ASpoNaten begrüßt werden, darunter auch die mit Abstand jüngsten Andreas und Lina. Erstmals gab ein ASpoNat seinem tiefen Schlafbedürfnis im Boot nach. Und zu guter Letzt war der Tagestrip eingebettet in ein langes Wochenende mit Grillabenden, Zelten im Garten und Kubb-Spielen.

Der König befahl und so gab es eine Woche vor Pfingsten ein Wochenende mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen zwischen 25 und 30°C. Einzig die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen machten den Verantwortlichen ein wenig Sorge. Wie der Name schon sagt, Natur wird bei ASpoNa großgeschrieben. Immerhin ist die Sieg Naturschutzgebiet und es gelten strenge Regeln bezüglich der Befahrung, des Anlandens, des Badens… Und was der Franzose in Sachen Naturschutzgebietkontrolle kann, kann der Deutsche schon zweimal. Vom Kanuverleiher (www.aktive-elemente.de) wurde der Abschnitt zwischen Eitorf und Hennef empfohlen.

 

 -Donnerstag/Freitag-

In einer gut organisierten und zügig durchgeführten Aktion, wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vom von Stimmlosigkeit geplagten König Der Captain samt seines Kahns (Die Nonne) aus Freiburg nach Troisdorf verschleppt. Um die Sprechruhe einzuhalten wurde einer Geschichte gelauscht, in der nichts, in Worten Nichts, also rein gar nichts passierte. Stundenlang. Und die Hörenden dazu mit einer eigenartigen Sprache nahe dem Wahnsinn brachte (BrummlibrummmlibrummmliBrummmlibrummli brummmlibrummmli-Brummmli…), aber beide vor der Monotonie der nächtlichen Autobahn bewahrte.

Der Freitag stand im Zeichen des Einkaufens. Wie üblich taten sich Der Captain und Der König schwer bei der Ermittlung der nötigen Mengen. Waren sich aber einig, dass die besorgte, zu langen Warteschlangen führende Einkaufsmenge ein, maximal zwei Tage halten würden. Am Abend waren die Lagerkapazitäten in den diversen Kühlschränken und Kellerräumen erschöpft. Die Gäste konnten kommen. Dies taten die ersten auch bereits am Freitag.

 -Samstag-

 Im Laufe des Samstages wurden mit Elan riesige Schüsseln und Töpfe mit Salat vorbereitet. Aber auch mit Sorge, ob die Berge an Essen überhaupt ausreichen würden. Wie immer packten alle tatkräftig mit an. Einzelpersonen wie Der Captain, Der Grillmeister oder Die blinde Passagierin sollen hier nicht hervorgehoben werden! 😉 Mit Kuchen, Eis und Erdbeeren gestärkt konnte der große Kubb-Spaß beginnen. Die seit Jahren amtierende ASpoNa-Volleyballmeisterin konnte mit dem Steuermann an ihrer Seite den nächsten wichtigen Titel einfahren. Was, es wird auf Seiten der Unterlegenen lautstark gemunkelt, nur am Sonnenstand, der Hanglage oder der nicht schnell genug aufgefüllten Bierkrüge lag.Vergessen werden durfte natürlich nicht (und wurde auch nicht), die jüngsten ASpoNaten zu unterhalten, wobei die Rollen Animateure und Zu-unterhaltende nicht immer eindeutig waren.

Nach Vernichtung größerer Salat- und Fleischmengen (Der Grillmeister machte seinem Namen am Weber-Grill alle Ehre) teilte sich die Meute in die fröhliche Küchen-Party-Fraktion und  die deprimierten Fußball-Nationalmanschafts-gegen-die-Schweiz-Niederlagen-Beklager. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Abend. Zu später Stunde verteilte man sich in die diversen Schlafplätze, wobei die richtig harten Kanuten standesgemäß im Westfalia-Zelt im Garten nächtigten. „Da sich dieses Zelt offenbar seit jener Zeit, als die Türken noch vor Wien lagen in Familienbesitz befand… Tatsächlich war es aber damals bereits gebraucht erworben worden- an einer Innenseite findet sich nämlich ganz deutlich das Wäschezeichen eines Gottfried von Bouillon…“ Für eine noch eindrücklichere Beschreibung sei „das Erbzelt“ von Jochen Malmsheimer empfohlen, aus dem soeben zitiert wurde.

 -Sonntag-

Geweckt durch die Vogelwelt, wahlweise Amsel oder Buchfink, in hartnäckigen Fällen auch Elster, hätte einem zeitigen Aufbruch zum Fluss nichts im Weg gestanden. Aber wer will, ob der vielen Premieren schon mit alten Traditionen brechen und einmal pünktlich unterwegs sein? So wurde es nach reichhaltigem Frühstück mal wieder hektisch. In einer improvisierten logistischen Meisterleistung konnten alle ASpoNaten (abzüglich des „schienengebundenen ÖPNV-Mittels für kanadische Waldtiere“ oder „männlichen Vornamens“ samt begleitendem geisterhaftem, mit höheren Kräften begabtem Fabelwesen (Wikipedia), welche zum nächtlichen Arbeitseinsatz nach Freiburg zurückkehren mussten), an die Einsetzstelle verbracht werden. Auf dem Weg dorthin wurden sogar schon Fahrzeuge am Gh. Sieglind abgestellt werden.

Der Kanugott meinte es wieder einmal gut mit den ASpoNaten und so lag der Pegel der Sieg noch einige Zentimeter über dem geforderten Mindestpegel. Nach Übernahme der Boote und kurzer Besprechung der schwierigen Stellen durch den Verleiher, wurde bei solch erfahrenen Kanuten die Einweisung in Paddeltechnik für überflüssig befunden und etwaige Unklarheiten durch Den König oder Den Captain persönlich beseitigt. Die Boote wurden mit ASpoNa-üblichen Getränken und dem Vesper beladen und kurz darauf zu Wasser gelassen. Erst zum zweiten Mal in der langen ASpoNa-Geschichte konnten trotz herausfordernder Passagen alle Boote (einschließlich des Müll-Party-Aggro-Bootes!!) ohne Kenterung die Tour beenden. Auch Der erfahrene Mundschenk konnte wieder bei der Erfüllung seiner Pflichten glänzen. Auf halber Strecke wurde bei einer kurzen Rast die verbrauchten Kalorien aus dem Muffins-Bunker aufgefüllt, sowie fälliger Mittagsschlaf nachgeholt. Auch die kleinsten ASpoNaten schlugen sich trotz der großen Hitze wacker und gingen wider Erwarten nicht über Bord. Selbst für einen Plausch mit der netten Dame vom BMW Kunden-/Notfallservice hatte eine kleine ASpoNatin nach dem Aufladen der Boote noch Energie.

Nach der Rückkehr ins Basislager und nur kargem Vesper während des Paddelns, wurde unverzüglich der Grill eingeheizt und die letzten Salate angerichtet. Den Anstrengungen und der Hitze des Tages Tribut zollend, wurde es ein kurzer und entspannter Abend im Garten bei lauen Temperaturen.

 

-Montag-

Den Ausklang des Wochenendes bildete der Montag ohne Strapazen, mit gutem Wetter und Zeit zum erholen im Garten. Das Frühstück ging nahezu nahtlos in Eis essen über. Das einzig richtige bei den herrschenden Temperaturen. Am frühen Nachmittag flüchteten (fast alle) verbliebene ASpoNaten vor den herannahenden Krabbelkammeraden von Lina.

 

 

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